von PD Dr. med. Wassilios Bentas

Männer stärker von Krebs betroffen als Frauen

 

Die Anzahl diagnostizierter Krebserkrankungen nimmt bereits seit 10 Jahren stetig zu, wie der aktuelle Versorgungsatlas-Bericht 2021 zeigte. Insgesamt erhielten 3,3 Millionen gesetzlich Versicherte im Jahr 2019 eine Krebsdiagnose. Das entspricht einer altersstandardisierten Diagnoseprävalenz von 5,2% für alle Krebserkrankungen, ausgenommen der helle Hautkrebs. Eine Dekade zuvor lag die Diagnoseprävalenz noch bei 4,1%. Nach wie vor erkranken vornehmlich ältere Menschen an Krebs. Die altersspezifische Diagnoseprävalenz für alle untersuchten Krebserkrankungen steigt bis zur Altersgruppe der 80- bis 84-Jährigen an (2019: 15 bis 19 Jahre = 0,2%, 80 bis 84 Jahre = 16,6%). Viele Krebsarten zeigen diese mit zunehmendem Alter höheren Erkrankungsraten. Dennoch gibt es Ausnahmen, wie z. B. Hoden-, Gebärmutterhals- und Schilddrüsenkrebs. Bei diesen malignen Entitäten wird der jeweilige Altersgipfel statistisch deutlich früher erreicht. Auffällig ist zudem, dass Männer von den meisten geschlechtsunabhängigen Krebsarten häufiger betroffen sind als Frauen.

 

Quelle:

Deutsche Gesellschaft für Mann und Gesundheit e.V.

zitiert aus Kohring C et al., Versorgungsatlas-Bericht Nr. 21/11 (2021)

Am Dornbusch19

61250 Usingen

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